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Glaube, der reift - Spiritualität im Alter

Leo Karrer schreibt von seinem eigenen Älterwerden, von der Dankbarkeit, die er für das Geschenkte in seinem Leben empfindet. Er nimmt Bezug zu der jetzt freien Zeit für Dinge, zu denen er früher nicht gekommen ist. Er spürt aber auch die gesellschaftliche Stellung der Senioren, nicht mehr zu den Stoßtrupps der Zukunft zu gehören.

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„Meine Schizophrenie“, ein biografischer Bericht

Die Kenntnisse über eine psychische Erkrankung vermitteln kaum das, was der „Leidende“, seine Angehörigen und das weitere Umfeld erleben. Schreibt ein Betroffener seine Geschichte nieder, vermischen sich oft Tatsachen mit für die jeweilige Krankheit typischen Gedankengängen. Klaus Gauger hat über seine paranoide Schizophrenie geschrieben und schafft es, Leser mit in seine Krankheit hineinzunehmen und die Welt der Psychiatrie zu verstehen. Der rote Faden, so spürt man beim Lesen, ist Respekt, der im „Gesundheitssystem“ oft nicht die oberste Priorität hat.

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Wir wollen doch nur spielen, nicht nur für Kinder

Der Erwachsene liest ein Buch, das Kind erlebt sein Buch. Erwachsene lesen, weil sie sich informieren und studieren wollen oder weil sie einfach nur Unterhaltung anstreben. Kinder betrachten ihre Bücher. Während die Kleinen das Spielerische suchen, ersehnen die Großen das Leichte. Beide sind zwischen Wollen und Sollen gefangen. Die Erwachsenen halten das Sollen hoch, die Kinder bestehen auf dem Wollen. Wir wollen doch nur spielen.

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Wer Humor erklärt, ist humorlos

Man könnte das Buch mit den Worten zusammenfassen: Er war stets bemüht, doch der Witz hat nicht gezündet. Man könnte auch formulieren: Wer sich in den Humor begibt, kommt darin um. Ein Buch für die Fastenzeit „Humor in Psychiatrie und Psychotherapie“, herausgegeben von Barbara Wild; in zweiter Auflage erschienen.

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Überkonfessionell geworden: Paul Gerhardt

Seine Lieder stehen im Gotteslob, dem Gesangbuch, das die Katholiken von den Protestanten abgeschaut haben. Till Sailer bringt dem Leser in "Die große Last" die Auseinandersetzungen und die gelebte Religiosität Paul Gerhardts näher, aus denen heraus die Liedtexte wie "Ich steh' an deiner Krippen hier" oder "Oh Haupt voll Blut und Wunden" erwachsen sind. Obwohl heute von allen gesungen, stand er in strikter Abgrenzung von der durch Calvin geprägten Reformierten. Auch hier ein Bezug zur Gegenwart, wo es um das Zusammenrücken von Lutheranern und Reformierten geht.

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Überlebt mein Ich mit der Seele?

Wir wissen, dass unser Körper ein Verfallsdatum in sich trägt. Bleibt mir dieses Wissen, wenn ich sterbe? Dann würde ich selbst nicht sterben, sondern nur mein Körper. Sollen wir mit einem Fortbestand unseres 'Ich' rechnen und damit unserer Seele? Im Folgenden werden Überlegungen zu dem Überleben der Seele nach dem Tod aus Hans Gollers "Das Rätsel Seele" angerissen.

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Eins oder Zwei

Wenn wir von Einheit reden, dann meinen wir, dass verschiedene Dinge zu einem Gemeinsamen geworden sind. Tag und Nacht, schwarz und weiß, jung und alt, wir nehmen die Welt in solchen Unterschieden wahr. Was wäre, wenn wir Zweiheit dem Einen vorziehen würden? Wie würden wir die Liebe zwischen zwei Menschen empfinden und verstehen, wenn wir nicht Einheit sondern Zweiheit suchen würden? Die Vorrangstellung der Einheit führt zu einer sehr einseitigen Vorstellung von Konflikten und damit auch zu einem eher zwanghaften Weg zur Verständigung.

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