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Überkonfessionell geworden: Paul Gerhardt

Seine Lieder stehen im Gotteslob, dem Gesangbuch, das die Katholiken von den Protestanten abgeschaut haben. Till Sailer bringt dem Leser in "Die große Last" die Auseinandersetzungen und die gelebte Religiosität Paul Gerhardts näher, aus denen heraus die Liedtexte wie "Ich steh' an deiner Krippen hier" oder "Oh Haupt voll Blut und Wunden" erwachsen sind. Obwohl heute von allen gesungen, stand er in strikter Abgrenzung von der durch Calvin geprägten Reformierten. Auch hier ein Bezug zur Gegenwart, wo es um das Zusammenrücken von Lutheranern und Reformierten geht.

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Eins oder Zwei

Wenn wir von Einheit reden, dann meinen wir, dass verschiedene Dinge zu einem Gemeinsamen geworden sind. Tag und Nacht, schwarz und weiß, jung und alt, wir nehmen die Welt in solchen Unterschieden wahr. Was wäre, wenn wir Zweiheit dem Einen vorziehen würden? Wie würden wir die Liebe zwischen zwei Menschen empfinden und verstehen, wenn wir nicht Einheit sondern Zweiheit suchen würden? Die Vorrangstellung der Einheit führt zu einer sehr einseitigen Vorstellung von Konflikten und damit auch zu einem eher zwanghaften Weg zur Verständigung.

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Literaturszene Ukraine

In der Ukraine entwickelt sich eine neue Lesekultur, die sich vor allem mit dem Sachbuch beschäftigt. In seinem Selbstfindungsprozess sind in dem Land vor allem geschichtliche Werke gefragt. Literaturfestivals präsentieren Bücher und stoßen auf wachsendes Interesse. Unsere Kiewer Korrespondentin gibt ein Überblick über die wichtigsten literarischen Foren.

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Tiere gehören zum Heilsplan

Vegetarier, Veganer oder gar Frutarier lösen manchmal ein ungläubiges Lächeln aus, sie werden in die Defensive gedrängt und manchmal auch einfach nur verspottet. Die Motivation zur Umstellung der Ernährung wird in vielen Fällen damit begründet, dass man durch eine Reportage im Fernsehen geschockt sei von der unwürdigen Massentierhaltung und daher auf Fleisch verzichte. Diskussionen um den richtigen Umgang mit Tieren enden oft in dogmatischen Sackgassen. Ethische Fragen im Umgang mit Tieren sind sehr komplex und diffizil. Auf Fleisch und tierische Produkte zu verzichten, ist durchaus lobenswert, die schwierigen Fragen einer Tierethik sind damit jedoch nicht gelöst.

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Den Menschen ihr wirkliches Leben begreiflich machen

Der 1928 geborene Philosoph Hermann Schmitz gehört zu diesen Akademikern, die in der Welt der Wissenschaften nie eine richtige Anerkennung gefunden haben. Geschrieben hat Hermann Schmitz mehr als 50 Bücher, er ist der Begründer der Neuen Phänomenologie und er hat manche Glaubenssätze der Philosophie sowie Philosophiegeschichte angezweifelt. Dennoch gab es und gibt es auch Fachkollegen, die sich nicht beirren lassen.

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Gott wohnt nicht im Gehirn

Die Vorstellung von Gott lautet: Er muss im Gehirn sitzen. Deshalb müsste die Hirnforschung die Region finden, die die Vorstellung von Gott hervorbringt. Die bisherigen Forschungsergebnisse geben wenig her. Deshalb führen uns Berichte von Menschen die Nahtoderfahrungen hatten an die Grenze, die wir alle einmal überschreiten. Deshalb ist der Band "Wohnt Gott im Gehirn" von Hans Goller kein Fachbuch der Neurowissenschaften, sondern sollte jeden Leser interessieren.

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Wie Denken zur Tat werden kann

Hat das Philosophieren etwas Zwingendes? Ergibt sich aus einem folgerichtigen Denken auch die Motivation, das Erkannte in die Tat umzusetzen? Ist eine Philosophie ohne praktische Relevanz widersinnig oder unlogisch? Die Wiederentdeckung der Philosophie als Lebenskunst hat zur Frage geführt, inwieweit das Durchdenken eines Problems auch eine therapeutische Wirkung haben könnte.

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