Gesehen

Was sich so auftut

Ein Blick, ein Bild tut sich auf. Wir sehen etwas, hören, schmecken oder spüren etwas und sind uns über das sicher, was wir wahrnehmen. Ein zweiter Blick, der auf etwas fokussiert ist, was wir noch gar nicht bewusst bemerkt haben und dieser zweite Blick scheint etwas anderes zu erkennen. Wir glauben, uns getäuscht oder zumindest zu unaufmerksam hingeschaut zu haben. Bei einer Überprüfung unserer scheinbaren Täuschung, sind wir mehr verwirrt als aufgeklärt. Unser Gehirn, so denken wir vielleicht, will sich nicht festlegen. Forschungen zu unserer Wahrnehmung legen hingegen nahe, dass unser erster Blick „richtiger“ war.

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Verstehen

Klagemauer für die Enttäuschten

Das Ergebnis der Bundestagswahl in Deutschland mit dem Einmarsch der rechtspopulistischen AfD ins bundesdeutsche Parlament hat viele noch nicht zur Tagesordnung zurückkehren lassen.

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Verstehen

Das Buch pflügt den Zeitgeist

Mit der Buchmesse weht der Zeitgeist über die Gänge der Frankfurter Messe. Reformation, Internationalität, eine tiefergehende Unsicherheit und das neue europäische Flaggschiff Frankreich können aus dem bunten Getriebe herausgelesen werden.

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Gelesen

Literaturszene Ukraine

In der Ukraine entwickelt sich eine neue Lesekultur, die sich vor allem mit dem Sachbuch beschäftigt. In seinem Selbstfindungsprozess sind in dem Land vor allem geschichtliche Werke gefragt. Literaturfestivals präsentieren Bücher und stoßen auf wachsendes Interesse. Unsere Kiewer Korrespondentin gibt ein Überblick über die wichtigsten literarischen Foren.

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Analysiert

Las Vegas: Der Zynismus von Erklärungen

Was sind schon 59 Menschen? Wie viele Menschen sterben durch Kunstfehler der Ärzte, im Straßenverkehr, durch Suizid, an den Folgen der Umweltverschmutzung? Die Zahl 59 ist ein Zynismus. Ein solcher Zynismus durchzieht die Kommentare über terroristische Anschläge oder Amokläufe. Peter Sloterdijk ist mit seinem Werk „Kritik der zynischen Vernunft“ bekannt geworden, seine Thesen allerdings weniger. Es scheint zu peinlich, wenn eine Gesellschaft sich eingestehen muss, dass ein Massenmörder wie Stephen Paddock den Finger in die Wunde legt. Und auch das ist zynisch, weil die Tat eines Massenmörders durch eine solche Erklärung verharmlost wird.

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Analysiert

Das US-Unterbewusstsein: waffenstarrend

59 Tote - für was mussten sie sterben? Es waren keine Feinde, es waren Amerikaner wie der Todesschütze selbst. Es waren auch keine Verbrecher, die bestraft werden sollten, sondern Konzertbesucher. Für die Motivsuche muss die Inszenierung berücksichtigt werden. Ein Konzert als Kulisse für ein Blutbad, verbunden mit der Gewissheit, dass die Schüsse weltweit registriert werden

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