Verstehen

Theodizee - Gott vor dem Gericht der Vernunft

Die Fastenzeit dauert, wenn man die Sonntage nicht mitzählt, 40 Tage. Sie erinnern an die 40 Tage Jesu in der Wüste. Da begegnete er dem Teufel, der ihm Erfolg versprach, wenn er, Jesus, ihn anbetete. Heute wäre die Frage unvermeidlich: Warum lässt Gott die Übel in der Welt zu? Er hätte die Mittel und die Kraft, das Böse zu überwinden, nicht wir Menschen. Auf Grund seiner Allwissenheit könnte er auch die Ursachen des Bösen ausmachen und "still-legen" Außerdem verlangt das die Gerechtigkeit von ihm. Deshalb, so scheint es, muss Gott sich vor uns rechtfertigen, dass er das Böse nicht längst aus der Welt verbannt hat. Das ist die Theodizee-Frage

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Gesehen

Achtsamkeit ist keine Wellness

„Achtsamkeit“ ist zu einem neuen Modebegriff geworden. Psychologen, Manager, gestresste Hausfrauen, Lehrer, Sozialarbeiter usw. belegen Kurse, um sich in Achtsamkeit zu schulen. Buchverlage folgen diesem Trend, indem sie Achtsamkeits-Ratgeber publizieren. Die Einengung auf eine besondere Form der Aufmerksamkeit und damit auf die individuelle Dimension erweist sich als unterkomplex. Die gesellschaftlichen Bedingungen und die Bedeutung von Achtsamkeit in und für eine Gesellschaft werden bei einer solchen Sicht vernachlässigt.

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Gelesen

Wir wollen doch nur spielen, nicht nur für Kinder

Der Erwachsene liest ein Buch, das Kind erlebt sein Buch. Erwachsene lesen, weil sie sich informieren und studieren wollen oder weil sie einfach nur Unterhaltung anstreben. Kinder betrachten ihre Bücher. Während die Kleinen das Spielerische suchen, ersehnen die Großen das Leichte. Beide sind zwischen Wollen und Sollen gefangen. Die Erwachsenen halten das Sollen hoch, die Kinder bestehen auf dem Wollen. Wir wollen doch nur spielen.

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Wer Humor erklärt, ist humorlos

Man könnte das Buch mit den Worten zusammenfassen: Er war stets bemüht, doch der Witz hat nicht gezündet. Man könnte auch formulieren: Wer sich in den Humor begibt, kommt darin um. Ein Buch für die Fastenzeit „Humor in Psychiatrie und Psychotherapie“, herausgegeben von Barbara Wild; in zweiter Auflage erschienen.

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Muss man im Alter noch streiten?

Auseinandersetzungen mit anderen kennen wir bis ins hohe Alter. Werden sie offen und fair geführt, sind sie fruchtbar für die eigene Standortbestimmung wie auch für die Lebendigkeit in den Begegnungen. Ich lerne den Standpunkt der anderen besser kennen und verstehen. Aber es gibt auch Streit.

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Müssen Diskussionen in Streit ausarten?

Jeder von uns kennt Auseinandersetzungen in der Partnerschaft, in der Ehe, unter Freunden oder im beruflichen Umfeld. Es geht in solchen Gesprächen um Sichtweisen, um Argumente für oder gegen etwas. Warum schlagen solche Auseinandersetzungen um Sachverhalte in Streit um? Auch eine Anleitung für die Einkehrtage der SPD.

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Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser

„Vertraue, aber prüfe nach.“ Lenin hat dieses russische Sprichwort häufig in seinen Schriften verwandt. Ihm wird fälschlicherweise das Zitat „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“ zugeschrieben. Besser wird die Aussage dadurch jedoch nicht. Im Zeitalter hochkomplexer Zusammenhänge und der durch die Digitalisierung möglichen Kontrollen ist Vertrauen zu einer unverzichtbaren Ressource geworden, die sich als Ruf nach Authentizität und Natürlichkeit ins Bewusstsein des allgemeinen gesellschaftlichen Diskurses bringt.

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