Intantenationaler Gerichtshof und Schiedshof in Den Haag Foto: hinsehen.net E.B.

Evolutions-Theologie

Evolution blickt nach vorne, es soll sich weiter entwickeln. Der Mensch hat noch viel Entwicklungsarbeit vor sich. Seine Stärke ist Solidarität und Kooperation. Deshalb braucht er die Sprache. Seine Besonderheit wird gerade durch die Gesetzmäßigkeit der Evolution infrage gestellt – das Stärkere setzt sich durch und zerstört damit das Ethische. Für die Theologie bieten sich neue Perspektiven. Denn nach vorne soll sich das Reich Gottes entwickeln.

Die Theologie wurde durch die Erkenntnis über „Die Entstehung der Arten“ erschüttert. Gott hat die Geschöpfe nicht jedes für sich geformt, sondern sie sind auseinander hervorgegangen, auch der Mensch. Diese These Darwins ist vielfach bestätigt und wird durch die Genetik auf der Ebene der Zelle in ihren Mechanismen erkennbar. Corona ist ein Beispiel, wie diese Gesetze wirken. Da die Evolution von COVID19 zugleich eine Bedrohung des Menschen geworden ist, stellt sich die Frage nach dem Bösen. Wenn Corona ein Naturprodukt ist, wäre es zu einfach, es als Strafe Gottes zu interpretieren. Das wäre „kindlich“. Ein erwachsener Glaube bewundert, was die Mechanismen der Evolution hervorgebracht haben und ordnet das Schädliche wie auch den Tod als mitgegeben ein. Der Begriff „Evolutionstheologie“ ist von Wolfgang Schreiner geprägt.     

Corona –Produkt der Evolution                                                    Wolfgang Schreiner
„Das Wunderwerk Evolution“ am Beispiel COVID-19 erläutert: Innerhalb kürzester Zeit laufen vor unseren Augen wie im Zeitraffer Mutation und Selektion ab, also jene Vorgänge, durch die sich auch unser Leben entwickelt hat. Welche Folgerungen für den christlichen Glauben ergeben sich, wenn sich Gutes wie Schädliches in der Evolution entwickelt? Zur Erklärung, wie Evolution funktioniert: Corona –Produkt der Evolution

COVID-19 überholt den Menschen                                                Eckhard Bieger
Was passiert gerade mit uns? Etwas, das aus sich alleine gar nicht lebensfähig ist, braucht unsere Zellen, damit es leben kann. COVID-19 will leben – mit erstaunlicher Energie. Welche Konsequenzen ziehen wir. Hier zum Beitrag COVID-19 überholt den Menschen.

Leid und Böses in Gottes guter Schöpfung                                  Wolfgang Schreiner

Corona haben wir als schädlich empfunden. Es ist nach den Gesetzen der Evolution entstanden und macht vor dem Menschen, der Krone der Schöpfung, nicht Halt. Ausgehend von Texten der Bibel sieht Wolfgang Schreiner im „Erwachsenwerden im Glauben“ das Nebeneinander von Bewunderung der Ergebnisse der Evolution und die Einbeziehung des Schädlichen. Naturgesetze mögen Schäden am Menschen verursachen, sie sind aber nicht böse. Erst ein intelligentes Wesen kann Böses herbeiführen.  Hier zum Beitrag

Die Evolutionskomponente der Auferstehung                         Wolfgang Schreiner
Fing alles schon im Paradies an, was zu Judenvernichtung und nicht enden wollenden Syrienkrieg führte? Gab es überhaupt den paradiesischen Zustand oder liegt er in der Zukunft. Mit der Evolutionstheorie stellt sich die Geschichte anders dar. Nicht die Rückkehr ins Paradies, sondern das im Entstehen begriffene Reich Gottes wäre das Leitbild. Wolfgang Schreiner zeigt die Umrisse eines Weltbildes auf, das die Evolutionstheorie mit Vorstellungen der Bibel verbindet. Hier zum Beitrag

Evolution: Anlauf für eine bessere Welt                                    Eckhard Bieger
Wir haben die Naturkräfte in Dienst genommen und so die Lebensbedingungen für immer mehr Menschen enorm verbessert. Mit Künstlicher Intelligenz werden demnächst die Maschinen noch besser für uns arbeiten. Überwunden haben viele Krankheiten und können einer Pandemie mit Impfstoffen Einhalt gebieten. Geblieben sind die vielen kleinen großen Kriege. Der Mensch trägt etwas Zerstörerisches in sich. Wolfgang Schreiner nennt das die Erblast der Evolution. Sie erfordert Entwicklung des Menschlichen. Hier zum Beitrag


Der Mensch – Ergebnis der Evolution und über sie hinaus      

Evolution, die den Menschen hervorgebracht hat, legt nahe, den Menschen ganz von Physik und Biologie her zu verstehen. Diesem Erklärungsansatz folgen viele Philosophen, die ihre Richtung als Naturalismus bezeichnen. Jedoch besagt „Natur“, dass alles Gesetzen folgt. Dann wäre für die Freiheit kein Platz. Den Menschen naturalistisch zu erklären, muss logisch zur Absage an die Freiheit führen. Wenn der Mensch sich aus dem Tierreich entwickelt hat, dann zielt Evolution über die Naturgesetze hinaus:

Evolution zielt auf Freiheit                                                         Eckhard Bieger 

Evolution heißt konkret Höherentwicklung. Denn die Entwicklung des Lebens zeigt eine aufsteigende Tendenz. Evolution zielt sogar auf ein selbstbestimmtes Lebewesen. Während Affen auf die Umwelt reagieren, kann der Mensch die Welt verändern. Die Materie kann Bewusstsein entwickeln. Das ist Voraussetzung für Entscheidung, die nicht bloß Reaktion auf ein Widerfahrnis ist, sondern gestaltend in den Lauf der Dinge eingreift. Hier zum Beitrag: Evolution zielt auf Freiheit

Unsere Freiheit kommt nicht aus der Natur                                Eckhard Bieger
Freiheit ist etwas Anderes als Natur. Diese verhält sich entsprechend physikalischen und biologischen Gesetzen. Diesen Naturgesetzen ist die Freiheit nicht unterworfen. Sie kann nicht aus Gesetzen folgen. Wo hat sie aber dann ihren Ursprung? Hier zum Beitrag: Unsere Freiheit kommt nicht aus der Natur

Zu Intelligent Design
Intelligent Design heißt nicht nur, dass wir für den ganzen Kosmos eine planende Vernunft erkennen, sondern dass einzelne komplexe Entwicklungsschritte das Eingreifen Gottes erforderlich machen. Diese These stößt bei Biologen auf heftige Ablehnung.

Evolution und doch aus Gottes Hand                                          Buchbesprechung
Wenn der Mensch aus der Evolution hervorgegangen ist, wie soll er da noch Gottes Geschöpf sein. Diese Frage hat die Theologie zerrissen, nicht zuletzt weil es zu vielen Lehrverurteilungen kam. Mit dem Intelligent Design ist die These verbunden, Gott habe bei einzelnen komplexen Evolutionsschritten eingreifen müssen, damit sie überhaupt zustande kommen könnten. Kessler nimmt diese Fragen souverän auf und zeigt, wie die Theologie ohne das Intelligent Design auskommt.
Buchbesprechung: Hans Kessler Evolution und Schöpfung in neuer Sicht

Den Menschen neu denken                                                          Buchbesprechung           
Die Evolution hat schon mit der Abstammungslehre Darwins das Bild des Menschen tiefgreifend verändert. Er ist erst einmal ein hochentwickelter Affe. Die weiteren Forschungen, vor allem die Entdeckung des Genfadens, zeigte, dass sich tatsächlich alle Lebewesen, auch der Mensch, aus sehr einfachen Zellen entwickelt hat. Diese Entwicklungsgeschichte ist so faszinierend, dass die Forscher erst einmal die Möglichkeiten der Natur bestaunten. Auf den ersten Blick scheint es auch so, dass die Natur „all das kann“. Muss dann die Überzeugung, dass der Mensch aus der Hand Gottes kommt, aufgegeben werden? Ist der Mensch nur Naturwesen oder kann er sich nur dann wieder auf Gott beziehen, wenn er die Erkenntnisse der Evolutionsbiologie beiseiteschiebt?  Martin Rhonheimer geht in seinem Buch „Homo sapiens: die Krone der Schöpfung“ der Frage nach. Hier zur Besprechung „Homo sapiens“

 

 


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