Foto: Mathias Wosczyna

Mein spirituelles Zimmer

Es ist ein Raum, der nicht sichtbar ist, in dem aber viel passiert. Als Kind ging ich da aus und ein. Im Erwachsenenalter habe ich die Tür neu aufgemacht. Inzwischen fällt es mir nicht mehr so schwer, auf die Klinke zu drücken, denn ich kann an gute Empfindungen anknüpfen, die mir der Raum geschenkt hat.

In dem Raum kann ich ohne Bewertungen alles meinem Gegenüber zumuten. Ich lasse meine Seele sprechen, ich kann mein Herz „ausschütten“, meine Hoffnungen benennen, meine Angst artikulieren. Ich schaue in meinen Seelengrund. Ich brauche mir nichts mehr schön reden oder so tun, als wäre alles in Ordnung. Nein, hier kann ich ganz ehrlich mit meiner verletzlichen, verwundeten Seele sein. Es tut gut, die eigene Not an jemand anderen abzugeben, zu spüren, dass es da gut aufgehoben ist, vielleicht sogar verwandelt oder geheilt wird.
In manchen Kirchen komme ich diesem inneren Raum in mir näher. Wenn ich dann wieder nach draußen gehe, fühle ich mich anders als vorher. Es ist in mir hell und warm geworden. Ich gehe aufrechter, fröhlicher, freundlicher, manchmal sogar selbstbewusster. Menschen, die mir begegnen, spüren es vielleicht sogar. 

Es wird hell und warm

In meinem spirituellen Raum  ist es wie mit der Kerze, es wird hell und warm. Ich kann dort alles anschauen, ich kann dort alles auch lassen. Ich kann dort Ich sein. Selbst Ärger kann ich dorthin mitnehmen, kann klagen, um mich so von dem Druck und den Emotionen zu befreien. Dieses Zimmer in mir heilt mich, gibt mir Kraft. Nicht wie im Kraftraum an den Geräten. Es ist eine andere Kraft, die mich stärkt. Ich werde ermutigt, mich nicht von meinem Weg abbringen zu lassen, zu dem zu stehen, was mich ausmacht, um so durchzuhalten. Ich spüre Unterstützung.

Alleine aber nicht einsam

In diesem Zimmer bin ich zwar alleine aber ich fühle mich nicht einsam. Da ist ein Geist um mich herum, wie eine Glocke, der mir Geborgenheit und Sicherheit gibt. In diesem Zimmer werden die banalen Alltagssorgen relativiert. Vieles was in der „Welt“ hochgepuscht, wichtig gemacht wird oder zu gelten scheint, wird auf das rechte Maß  zurückgestutzt.  So komme ich bis zu der Frage: „was ist eigentlich wichtig, um was geht es in meinem Leben?“.

Eingebettet in das große Ganze

Wenn ich mich in diesem spirituellen Raum aufhalte, fühle ich mich in das große Ganze und zugleicht in das weltweite Netzwerk von Menschen eingebettet, die sich in diesem Raum unabhängig von den Konfessionen und Religionen bewegen. Das Transzendente geht über Grenzen. Es schwingt als starke Energie zwischen uns. Hier ist Verständigung, keine Missgunst, kein Krieg.

Kommunikation mit anderen

In direkten Begegnungen mit Menschen, die sich auch in ihrem spirituellen Raum auskennen, spüre ich die Nähe. Da entsteht meist schnell eine Wellenlänge, die Vertrauen schenkt. Da kann ich sogar über meine spirituellen oder transzendenten Erfahrungen sprechen, ohne mir ein mitleidiges Lächeln einzuhandeln.
Zugang zu diesem spirituellen Raum gewinne ich auch mit anderen auf Wanderungen durch das Siebengebirge. Wer sich uns anschließen will, findet hier die Termine:

Termine für unsere spirituellen Wanderungen in 2019

29. März 2019;  24. Mai 2019;  26. Juli 2019,  18. Oktober 2019;  13. Dezember 2019
Weitere Auskünfte und Anmeldung bei juttamuegge(x)gmx.de



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