Ich bin ein Fan der Logotherapie und Existenzanalyse von Viktor Frankl. Ihm geht es u.a. um Sinnerfüllung im Leben. Mich fasziniert sein Ansatz schon seit Jahren, nicht, weil ich jemals eine Therapie in Anspruch genommen hätte, sondern weil aus seinem Zugang zum Menschen die Einzigartigkeit eins jeden deutlich wird. Er integriert mit seinem Blick auch die spirituelle Deutung des Menschen. Sein Lebensansatz ist mir so vertraut, verständlich und logisch, dass ich aus seinen Büchern sehr viele Anregungen gewinne. Sein Zugang zur Welt, seine Erfahrungen als Jude im 2. Weltkrieg, die ganz besondere Nähe, Klarheit und Schärfe in seinen Aussagen, ziehen den Leser, die Leserin in seinen Bann.
Hier geht es um das Buch von Elisabeth Lukas und Valentin F. Opll, die sich über Erfahrungen mt der Logo-Therpaie Victor Frankls austauschen.
„Es ist nie zu spät für ein sinnerfülltes Leben“ über ihre Therapieansätze und -erfolge unterhalten und ihre Sichtweisen diskutieren. Sie sind selbst Therapeuten, die mit seinen Methoden arbeiten. Sie widmen sich drogenabhängigen und depressiven Klienten. Sie haben gute Erfolge damit, sprechen aber auch von Rückschlägen. In ihrem Dialog bestärken sie sich in ihren Aussagen, stellen sich Fragen, suchen nach Antworten und auch nach neuen Ansätzen. Wer sich mit Viktor Frankl auskennt, kann diesen Dialogen mit Interesse folgen. Für mich kommen die hervorragenden Therapiemethoden von Viktor Frankl, die nicht nur für die Behandlung von psychisch kranken Menschen sehr hilfreich sind, ein wenig zu kurz. Manchmal kann ich mich dem Eindruck nicht erwehren, dass ihre Diskussion, die nicht uninteressant ist, auch als Werbung für diesen therapeutischen Ansatz gedacht ist. Ein lesenswertes Buch, vor allem für diejenigen, die sich mit therapeutischen Methoden beschäftigen.
Kommentare (0)
Keine Kommentare gefunden!