Matthias Alexander Schmidt

Ich schreibe für explizit.net und hinsehen.net, weil ein Internetportal mit relevanten, kritisch beleuchteten Themen "dran" ist. Gesellschaftliche, religiöse oder kulturelle Zusammenhänge richtig durchzudenken und dann verständlich und griffig auf den Punkt zu bringen, das ist (nicht nur) für mich als Theologen an der Zeit. Das "Katholische" bei hinsehen.net sehe ich zum Einen in der Vielfältigkeit der Themen und zum Anderen in dem Anspruch, mich selbst zu vielschichtigen Phänomenen zu positionieren, und dabei meine Ansichten zur Debatte zu stellen.

Geboren 1986 in Berlin, Abitur am Canisius Kolleg SJ, Freiwilliges Soziales Jahr in Brüssel. Studium Philosophie, Theologie und Medienstudium PTH „Sankt Georgen“, Frankfurt am Main. Diplom-Theologe. Praktikum Radio Vatikan. Von 2009 bis 2012 Redakteur, dann Chefredakteur kath.de. Freiberufliche pädagogische Mitarbeit in der Kinder- und Jugendbildung. Freier Autor für hr1, hr2, hr-iNFO, you fm und Deutschlandfunk.

Beiträge von Matthias Alexander Schmidt

Digitalismus: Ent-Rhythmisierung und Burnout

„Das kann ich später noch machen.“ Es gibt Eulen und Lerchen, solche Menschen, die in den Morgenstunden auf dem Hoch ihrer Kreativität und Leistungsfähigkeit sind und solche, die eher Richtung spätem Nachmittag und Abend anfangen, die Wichtigen Dinge zu tun. Das hat mit Hormonen zu tun. Wer beständig gegen diesen persönlichen Rhythmus angeht, kommt auf Dauer nicht zu einem ausgewogenen Verhältnis von erfolgreicher Arbeit und tatsächlicher Entspannung. Diese Erkenntnis ist nicht neu. Doch im Digitalismus kann jeder zu jeder Zeit alles tun.

Atheismus kann religiöse Gewalt nicht beenden

Terroranschläge in Paris, sexuelle Übergriffe in Köln, europäische Bürger als IS-Kämpfer in Syrien. Terror und religiöse Gewalt sind im säkularisierten Europa angekommen, nicht nur gedanklich. Die islamistischen Attentäter sagen: Wir tun das im Namen unseres Gottes, unserer Religion. In Europa versteht man nur Bahnhof. Was soll das heißen – im Namen Gottes? Die säkularisierten Europäer haben verlernt, religiös zu denken. Dabei würde es sich lohnen, auf Gewalt religiös zu reagieren.

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