Flaggen Russlands

Russland und der Westen

Russland distanziert sich vom Westen, nicht nur die Regierung, sondern auch die Menschen. Nicht nur Distanz ist die Grundoption, Russland fühlt sich bedroht, weil von der NATO eingekreist. Die Ängste gehen auf geschichtliche Erfahrungen mit dem Westen zurück.

Es geht erst einmal darum, Russland zu verstehen. Der Westen, seine Politik wie seine Kultur werden nicht nur als fremd gesehen, sondern als schädlich. Das wird an der Akzeptanz der Homosexualität festgemacht. Was für die Politik und das kulturelle Empfinden zu konstatieren ist, gilt auch für die Kirchen. Der Großteil der Russisch-Orthodoxen Kirche steht den Kirchen des Westens ablehnend gegenüber. Nicht mehr nur die protestantischen Kirchen, sondern auch die Römische Kirche gelten nicht mehr als orthodox. Alte Wunden sind wieder aufgerissen. Diese belasten das Verhältnis bis heute. Die Konflikte sind im westlichen Gedächtnis nicht mehr präsent. Es ging jeweils darum, dass Russland, als es von Osten bedrängt wurde, vom Westen angegriffen wurde. Um überhaupt die Reaktionen Russlands zu verstehen, werden drei Eroberungsversuche des Westens vorgestellt.
Der Westen sieht Russland als bedrohlich. Während des Kalten Krieges rechnete man mit einem Angriff der Sowjetarmeen. Die Annexion der Krim, der Krieg im Osten der Ukraine und das militärische Eingreifen in Syrien scheinen das zu bestätigen. Aus russischer Sicht sind nicht erst die Kriege Napoleons und Hitlers, sondern Angriffe bereits im 13. Jahrhundert tief im Gedächtnis eingeprägt. 


Wie kann man mit Russland zu einem erträglichen Ausgleich kommen? Dafür müssen die Ursachen für die Gegensätze beachtet werden. Die folgenden, blau unterlegten anklicken, sie führen zu den Beiträgen.

Russland hat sich vom Westen abgewandt
Nach dem Ende der Sowjetunion gab es eine Phase, in der sich die politische Klasse am Westen orientierte. Es war zugleich einer Zeit der Rechtsunsicherhiet, einige wenige, Oligarchen genannt, konnten sich die früheren staatlichen Industrien und vor allem die Erdöl- und Gasfleder aneignen. Die neunziger Jahre wurden von den Russen als deströs erlebt. Putin und seine Partei "Einiges Russland" stabilisierten das Land und auch die Gesellschaft, indem sie an die russische Traditon vor dem Ersten Weltkrieg anknüpften. Das ist eher eine kulturelle Entwicklung, die vom Westen kaum verstanden wird. Es geht um die Identität Russlands, die es in Absetzung vom Westen neu zu gewinnen sucht. Wirtschaftlich bleibt Russland westlich orientiert.

Russlands Ablehnung der Gesellschaftsidee des Westens

Seit seiner Wahl 2003 haben Puitin und seine Partei "Einiges Russland" das Land gegen den Westen positioniert und dafür die Zustimmung der Bevölkerung erhalten

Zustimmung zu Putin in der jungen Generation
Aus Russland wird meist so berichtet, als werde Putin von der Merhheit der Bevölkerung abglehnt. Das Gegentiel ist der Fall. auch die junge Generation unterstützt die Anstrengungen, Russland wieder zu einer Großmacht zu machen. Hier weiterlesen

Russland fühlt sich vom Westen bedroht

Der Bruch Russlands mit dem Westen geht auf das 13. Jahrhundert zurück (Vladimir Pachkov):
Im 13. Jahrhundert wurde das Gebiet der Ostslawen von mongolischen Heeren verwüstet. Das nutzten Schweden und der Deutsche Orden, ihr Gebiet nach Osten zu erweitern. Schon damals ging die westliche Ukraine andere Wege als das übrige Russland. Hier weiterlesen

Der Untergang Konstantinopels und der Anspruch Mosklaus als Drittes Rom (Vladimir Pachkov):
Das heutige Russland ist nach Osten orientiert. Die Wurzeln dieser Orientierung liegen in der Zeit, als der Osten Europas von den Mongolen beherrscht wurde. Moskau hat diese Herrschaft abgeschüttelt und von Westen her dieses Reich in Besitz genommen. Hier weiterlesen

Russland - Polen, die Ursachen der Spannungen liegen im 17. Jh (Vladimir Pachkov):
Die Animositäten zwischen Polen und Russland gehen auf auf das 17. Jahrhundert zurück, als Polen-Litauen einen großen Teil Russlands besetzt hatten. Die Befreiung Moskaus am 4.11.1612 ist heute Nationalfeirtag.  Hier weiterlesen

Russland fühlt sich bedroht (Vladimir Pachkov)
Auch heute gibt es das Bedrohungsgefühl, das der Westen nicht realisiert:
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Russland von der Nato eingekreist (Vladimir Pachkov)
Russland hat lange Grenzen, an fast jedem Abschnitt dieser Grenzen
stößt das Land auf die in der Nato zusammengeschlossenen Länder. Hier weiterlesen

„Die Russen verstehen, heißt Putin verstehen“ (Vladimir Pachkov)

Russland, zerrissen zwischen Europa und Asien (Vladimir Pachkov)

Warum in Russland das westliche Modell nicht ankommt:

Russland 1917 und wieder in den neunziger Jahren
 (Vladimir Pachkov)
  

Russland und die Ukraine (Vladimir Pachkov)

Die Krise hat Russland zurechtgerückt (Vladimir Pachkov)

Orthodoxie in Russland (Vladimir Pachkov)   

Russland und der Islam

Der Islam gehört seit Jahrhunderten zu Russland (Vladimir Pachkov)

Warum Putin Russland in Syrien verteidigt (Vladimir Pachkov)

100 Jahre Revolution – Russland will seine Identität (Vladimir Pachkov)  


Kategorie: Module

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