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Im Geist verbindet sich Gott

Wir leben in verschieden Gruppen und Teams. Jeder und jede entwickelt einen Geist, in den eintaucht, wer zur Gruppe gehört und gehören will. So wie wir uns mit Anderen in einem gemeinsamen Geist erfahren, verbindet sich auch Gott mit uns.

Wir erkennen diesen Geist im Universum, denn in ihm formen die Naturgesetze die Sterne und bestimmen deren Bewegungen. Die Bezeichnung „Kosmos“, griechisch für wohlgeordnet, prägt noch immer die Physik. Sie will die Gesetze herauszufinden, die jedes Einzelne in das Ganze einordnet. Nur weil wir uns auf diese Ordnung verlassen können, überleben wir. Denn uns fällt kein Ziegel durch Zufall auf den Kopf. Auch wenn wir das als Zufall erleben, es hatte einen Grund, warum er sich von dem Sparren gelöst hat. In Lebewesen erkennen Biologie und Medizin immer neue Substanzen und Wechselwirkungen der Organe. Die Nerven verbinden alle Teile des Körpers untereinander. Diese Regeln des Zusammenspiels liegen nicht mehr nur in den Naturgesetzen, die Physik und Chemie offenlegen. Diese bewirken nur ein äußeres Zusammenspiel. Lebewesen folgen einem höher entwickelten Regelsystem. Dieses bringt die physikalischen Gesetze die Elementarteilchen in eine Ordnung und die Atome in den Bauplan eines Moleküls, schafft Lebendiges Neues - Zellen, Organe, Hormone, Enzyme u.a. Dafür tragen sie in den Genen nicht nur den Plan, wie Nachkommen sich entwickeln, sondern für jeden Vorgang werden Gene aktiv. Das ermöglicht den Lebewesen sich selbst zu steuern. Das Gehirn als zentrales Organ für alle Vorgänge im Körper, steuert von innen her den Schlafrhythmus, die Versorgung mit Sauerstoff, die Verdauung uva. Es kann sogar das Immunsystem in Gang setzen, um Schadstoffe und Viren abzuwehren. In jeder Pflanze und jedem Tier gibt es eine koordinierende Kraft, die wir auch in uns spüren und mit dem Tod sogar deutlich wahrnehmen. Wir Menschen können die Regelsysteme entziffern. In dem wir sie mathematisch beschreiben, können wir sie sogar berechnen. So wie unsere Intelligenz Voraussetzung dafür ist, die Naturgesetze zu erkennen, so braucht es vorher schon eine Intelligenz, die diese Regelsysteme entworfen hat. Denn diese können nicht durch Zufall entstanden sein. So wie ein Auto nicht durch Zufall entstehen kann, sondern einen Plan voraussetzt, so auch ein Planetensystem oder ein schlagendes Herz. Wie Organe ständig nachjustiert werden müssen, so auch Maschinen. Schon kleinste Abweichungen von den geplanten Abläufen bringen eine Maschine zum Stillstand und können diese sogar zerstören.

Der alles umfassende Geist

Dieser Geist, den wir als eine höhere Intelligenz erahnen, hat auch uns hervorgebracht. Wenn wir uns auf ihn zubewegen, bzw. ihn in uns spüren lernen, werden wir uns auch unserer Intelligenz wie auch unserer Person bewusst. Schon als Kind fangen wir an zu fragen und setzen das ein Leben lang fort. Mit unserem geistigen Organ erkunden wir nicht nur die Welt, sondern gehen über diesen Kosmos hinaus. Wir fragen, woher die Gesetze kommen, die z.B. das Ökosystem “Wald” am Laufen halten, was nach dem Tod kommt, warum es mich überhaupt gibt. Damit denken wir über das hinaus, was die Naturgesetze erklären. Damit eröffnet sich ein viel größerer Horizont. Den konnten wir uns nicht ausdenken, er war schon vor mir da und musste sich mir nur öffnen. Platon hat dafür den Satz formuliert: “Philosophie beginnt mit dem Staunen”. Wir haben eine Fähigkeit, wir nennen sie Vernunft, mit der wir nach dem Ganzen fragen können. Sie wird durch das Saunen sozusagen gezündet.

Das Ganze ist schon da

Wir sind in diese Welt hineingeboren und mit Neugier und Tatendrang ausgestattet. Wir suchen die Regeln zu entziffern, um mit ihnen Maschinen zu bauen oder Roggen auszusäen. Wir bleiben nicht bei den einzelnen Abläufen, Tätigkeiten stehen, sondern wollen einen größeren Überblick gewinnen. Als Kind halten wir die Erde für das Ganze und über viele Generationen die Menschen auch. Jedoch weitet sich unser Blick mit dem Älterwerden und landet bei der Frage nach dem Ganzen. Was ist das Ganze? Da es uns umfängt, ist es nicht greifbar wie das, was wir wiegen, berechnen anfassen können. Es eröffnet sich uns. Die Milliarden Schritte der Evolution sollten wohl ein Lebewesen hervorbringen, das nach dem Ganzen fragen kann. Die Religion als die Vorstellung des Menschen vom Umfassenden hat sich entwickelt. Denn nachdem das Internet alle Kontinente miteinander vernetzt, kann heute nur noch die als Religion anerkannt werden, die alle Menschen umfassen will. Die höhere Intelligenz, die das Ganze erfüllt, hat die Evolution so angelegt, dass immer mehr Fähigkeiten durch ein größeres Hirn dem Geist die materielle Basis bietet, das Ganze zu erahnen und nach dem Urheber zu fragen. Die jüdische Bibel kann daher den Menschen als Abbild Gottes bezeichnen.

Im Geist des Ganzen

Wie zwischen uns Menschen ein Geist entsteht, der uns nicht äußerlich bleibt, sondern uns zugehörig werden lässt, so tauchen wir mit dem Staunen in einen größeren, den alles umfassenden Geist ein. 
Dieser Geist, der alles mit allem verbindet und uns eine Ahnung von Größerem gibt, ist nicht der einzige Geist, in den wir eintauchen können. Es gibt andere, die wie der Geist des Hasses uns vereinnahmt. Deshalb müssen wir die Geister unterscheiden lernen. Die bisherigen Überlegungen führen bereits zu einem Kriterium. Der Geist, der uns das Ganze eröffnet, unterscheidet sich damit von dem Geist des Hasses. Freiheit, Kreativität, das Gute eröffnen, sind Dimensionen, Freude und nicht nur Zufriedenheit gibt uns das Gespür, dass wir uns nicht verirrt haben. Dazu ein weiterer Beitrag.

Link: Der Geist der größeren Weite


Kategorie: Entdecken

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