Eckhard Bieger

Ich schreibe für explizit.net, weil es eine katholische Präsenz im Internet geben muss, die nicht Kirchenberichterstattung ist, weil die katholische Tradition die Philosophie und damit das Argument schätzt, weil eine weltweite Kirche zu wenig im Bewusstsein in Deutschland präsent ist, weil es Vieles gibt, was man in den Medien nicht findet, jedoch notwendig ist, um Vorgänge nicht nur von ihrer Oberfläche her zu verstehen. explizit.net will jungen Leuten helfen, als Journalisten im Internet ihr Auskommen zu finden.

Ich bin kurz vor dem II. Weltkrieg geboren, seit 1959 Mitglied des Jesuitenordens und habe mich mein Berufsleben lang mit Medien beschäftigt – bis 2003 mit dem Fernsehen und ab dann mit kath.de.

Beiträge von Eckhard Bieger

Das Risiko tragen die Wähler

Sind die Wähler tatsächlich unberechenbar, weil sie politisch irrational votieren? Eigentlich gehen Sie das größere Risiko ein, nämlich eine Legislaturperiode falsch regiert zu werden. Dass die Wähler gut überlegen, zeigen die letzten Wahlen. Jede der letzten Landtagswahlen hatte ihre Logik. Die liegt nicht einfach in der Partei. Auch wenn die CDU und in den beiden letzten Wahlen die FDP zugelegt haben, sind es nicht die Parteiinhalte. Denn einmal wurden wie in Baden Württemberg und Rheinland Pfalz die Regierungschefs bestätigt. Zweimal wurde die Regierungsspitze abgewählt. Was lehren uns die letzten Landtagswahlen?

Auch Holland-Wahl bestätigt Martin Schulz

Martin Schulz ist von der SPD einstimmig gewollt. In Holland ist die Schwesterpartei durchgefallen, weil sie nicht für Gerechtigkeit eingetreten ist. Nicht nur der Rechtspopulist Wilders hat sein Wahlziel nicht erreicht. Aber auch die linke PvdA, Partij van de Arbeid, die holländische Sozialdemokratie, kam nur auf 5,7 der abgegebenen Stimmen. Sie verlor 29 ihrer bisherigen 38 Sitze im Parlament. Das scheint auf den ersten Blick ein schlechtes Omen für die SPD, auf den zweiten jedoch nicht mehr.

Abgesang auf den Dollar

Die USA sind mit ihren Kriegsschiffen auf allen Meeren präsent. Noch mehr haben sie die Kontinente mit ihrer Währung besetzt. Ein Großteil der Handelsgüter wird in Dollar abgerechnet. Viele Staaten geben Anleihen nicht in der Landeswährung aus, sondern in Dollar. Zugleich häuft Washington durch jährliche Haushaltsdefizite von um die 700 Milliarden Dollar in den letzten Jahren einen Schuldenberg von über 18 Billion Dollar an. Zudem importiert das Land mehr als es exportiert. Dieses labile Gleichgewicht verlangt einen klugen Steuermann.

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