Die hohe Wahlbeteiligung: Die Unzufriedenheit, die bisherige Nichtwähler zur Urne geführt hat, ist an der Wahlbeteiligung abzulesen. Sie lag 2021 bei 60,3% und 2026 bei 77,8%. Es ist allerdings nicht eine durch die AfD ausgelöste Begeisterung für freie Wahlen, sondern der Wille, endlich ernst genommen zu werden.
Die AfD versprach Arbeitslosigkeit: 2021 gab es eine Initiative der Unternehmen. Sie erklärten den Wählern, Produkte aus einem von einer rechtsextremen Partei regierten Land könnten im Ausland nicht abgesetzt werden. Arbeitslosigkeit war das durchschlagende Argument. Es hat die Bürger nicht zur Wahlurne gezogen, um die Parteien zu wählen, die für Kontinuität standen.
Überheblichkeit des Westens: Entscheidend für den jetzigen Protest ist sicher die ständige Fixierung auf den Osten. Die Wähler, die die Brandmauer haben zerbröselt lassen, werden weiterhin als unreife Demokraten hingestellt. Sie sagen mit recht, dass die AfD in den westlichen Bundesländern in der Summe sehr viel mehr Stimmen bekommt. Bei ihnen kommt hinzu, dass sie sich wie Bürger zweiter Klasse fühlen. Sie wollen sich ihr Haus nicht vom Westen durch dessen Parteien einrichten lassen.
Der Affekt gegen die Medien: Der Westen bestimmt, was gesendet und gedruckt wird. und urteilt über den Osten. Der Kann dieser Medienmacht kein starkes Medium entgegensetzen. Der MDR it ein Regionalsender geblieben. Daher der Affekt gegen die Medien. Die Menschen fühlen sich beurteilt, ohne an der Urteilsbildung teilzuhaben. An diesem Gefühl setzt Trump an, in den USA und mittelbar auch hier. Die öffentliche Meinung wird von einer linksliberalen, gut ausgebildeten Gruppe getragen, denen gegenüber der Mehrheit eine Sprache fehlt. Woke ist das Stichwort für die Meinungsmacht einer bestimmten Gruppe der Gesellschaft. Weil diese sprachlich überlegen sind, kommt es zu dem rauen Ton in den Auseinandersetzungen. Warum die AfD den Rückgriff auf NS-Symbole und Begriffe bracht, ist damit allerdings nicht erklärt.
Vergessen ist, dass die FDP nach der Wende 13,5 der Stimmen erhielt. Es war für die Anhaltiner die Partei eines der Ihren, Hans Dietrich Genscher, einer der Architekten der Wiedervereinigung, stammte aus der Gegen von Halle. Eine Analyse des Abstiegs der FDP auf 2,6% könnte erklären, wie das Bundesland von liberal zu national gewechselt hat.
Wenn Intel die Chipfabrik bei Magdeburg gebaut hätte, wäre die Wahl möglicherweise anders ausgegangen. Für die Fabrik war eine Investitionssumme von 30 Milliarden kalkuliert, 9,9 Milliarden war die Bundesrepublik bereit zu übernehmen.
Zur Stimmungslage hier mehr: „Auf was reagieren die AfD-Wähler?
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