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Leihmutter - eine Praxis mit vielen Aspekten

Das Thema Leihmutterschaft führt die Gesellschaft auf ihre Wurzeln zurück. Wie kommt sie zu Nachkommen? Wie geht sie mit ihnen um und wer soll sie zur Welt bringen? Es sind Aspekte ernsthaft zu bedenken, denn es geht um die Würde der leibliche Mutter und des Kindes.

Die folgenden Überlegungen wurden von einem Gesprächskreis im Augustinum, Bad Neuenahr, zusammengetragen.

  • Zur Situation und Rolle der Leimutter gab es die meisten Gesprächsbeiträge
  • Sieh trägt über 9 Monate ein Kind aus, sie betreut es nicht nur, sondern fühlt, wie es in ihr wächst. Es ist ihr Kind. 
  • Kann man eine Gebärmutter mieten?
  • Zu was verpflichtet sich die Leihmutter? Können die Auftraggeber verlangen, dass ein Fötus abgetrieben werden muss, wenn eine Behinderung erkannt wurde?
  • Wenn die Leihmutter es als Freundschaftsdienst macht und Geld nicht zur Vereinbarung gehört? Wie ist das zu beurteilen?

Das Kind

  • Es kann nicht gefragt werden.
  • Hat es ein Recht darauf, dass es von denen geboren wird, mit denen es aufwachsen soll?
  • Die Forschung hat inzwischen festgestellt, dass schon in der Schwangerschaft nicht nur die körperlichen Fähigkeiten ausgebildet werden, sondern auch psychische, es geht um das Grundgefühl, das das zukünftige Leben bestimmen wird.
  • Kinder müssen nicht unbedingt in ihrer Entwicklung beeinträchtigt werden, wenn sie nicht mit ihren Eltern aufwachsen. Adoptierte Kinder können sehr viel besser bei Adoptiveltern als bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen. 

Die Eltern

  • Verständlich ist der Wunsch, ein Kind zu bekommen?
  • Es wäre gut möglich, ein Kind zu adoptieren. Ehe das Paaren gelingt, sind allerdings viele Hürden zu überwinden. Es wird von Psychologen u.a. geprüft, ob den Adoptiveltern ein Kind anvertraut werden kann.
  • Wenn nicht ein Kind adoptiert wird, was ist das Motiv? Ein eigenes Kind zu haben, um Elternschaft zu erleben? Etwas von sich weitergeben?
  • Werden die auftraggebenden zukünftigen Eltern das Kind einer fremden Mutter als ihres anerkennen? Vor allem die zukünftige Mutter?
  • Das Abraham-Sarah-Phänomen: Sarah bekommt erst selbst dann von Abraham den Sohn Issak, als ihre Magd Hagar vom gleichen Vater Ismael empfangen und geboren hatte.  

Konfliktpotential

  • Die Leihmutter kann das Kind zurückfordern.
  • Wenn die Ehe der Eltern auseinanderbricht: Welches Recht behält die Mutter? Wird die neue Partnerin das Kind anerkennen?
  • Wenn die neue Partnerin selbst Kinder bekommt, wird sie sich dann noch in gleicher Weise dem Kind der Leihmutter zuwenden?

Die gesellschaftliche Ebene

  • Paare, die kein Kind bekommen, können sich als nicht vollwertig akzeptiert erleben.
  • Zeugung und Geburt werden zu einer bezahlten Leistung. 
  • Was biologisch nicht gelingt, kann mit medizinischen Mitteln und einem Geschäftsmodell möglich gemacht werden.
  • Für eine Adoption werden mehr Voraussetzungen verlangt als für eine Leihmutterschaft, denn diese kann im Ausland in Auftrag gegeben werden.
  • Wieviel Kinder von einer anderen Frau mit dem Samen des Mannes geboren wurden, kann für Deutschland nicht erhoben werden, da Leihmutterschaft verboten ist, nicht jedoch in vielen anderen Ländern. Man kann von bis zu 5% der Kinder ausgehen, die in der Mittel- und Oberschicht geboren werden. Ärmere Paare können den Betrag von um die 20.000 Euro oder Dollar nicht aufbringen.
  • Da die Leihmutterschaft ist in den osteuropäischen u.v.a. Ländern nicht gesetzlich verboten ist, ist auch in Deutschland zu einer Praxis geworden.
  •  Deutsche kinderlose Paare sowie Juristen können deshalb die Abschaffung des Verbots fordern. 

Weitergehende Überlegungen: 
Was bedeutet es für das Verständnis des Menschen, wenn die Zeugung und das Austragen eines Kindes als bezahlte Dienstleistung praktiziert werden kann.
Was sind die langfristigen Folgen, wenn Leihmutterschaft sich zu einer normalen Dienstleistung entwickelt hat?

August 2026, protokolliert und teilweise ergänzt von Eckhard Bieger

 

 

 

 

 

 

 

 


Kategorie: Analysiert

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