Weil das Böse immer Gutes vorfindet, braucht es nichts aufzubauen. Deshalb gibt es Böses nur, wenn es Gutes gibt. Es gibt auch nicht das Böse wie den Planet Saturn, denn es existiert nicht aus sich selbst. Es entsteht immer wieder neu aus dem Zusammenleben. Es ist wie ein Virus. Dieser braucht immer eine Wirtszelle, in die es sich einnisten kann. Dann bleibt es. Wenn es dann wieder eingehegt ist, gewinnt das Gute etwas Raum, es werden Kinder geboren, Häuser wieder aufgebaut, Kindergärten und Schulen mit Leben erfüllt. Denn diejenigen, die den Krieg angezettelt haben, überleben nur, wenn Korn angebaut wird, Elektrizitätswerke funktionieren, Krankenhäuser sie wieder gesund machen. Wie Viren bleibt Böses in Ecken und Ritzen, bereit, sich wieder schnell auszubreiten.
Warum die Kriege nicht aufhören:
Böses ist erst einmal schneller als Gutes. Ein Haus zu zerstören, braucht nur den Bruchteil der Zeit als es zu bauen. Böses macht bei einem Haus nicht Halt. Wenn die Angegriffenen sich wehren, sich nicht unterwerfen wollen, muss die Gewalt gesteigert werden. Auch kann sich das Zerstörerische nicht einfach in Kräne, Heizungen, Fenster oder Ziegeln wandeln. Raketen, Drohnen und Panzer bauen keine Häuser.
Gutes ist kein Selbstläufer:
Ein Haus zu bauen, Kinder großzuziehen, die Ursachen einer Krankheit zu erforschen, braucht sehr viel mehr Mühe als das Haus zu zerstören, Kinder zu missbrauchen, Menschen sterben zu lassen. Kriege hörten bisher auf, wenn die Munition verbraucht und die Flugzeuge abgeschossen waren. Da dann inzwischen immer noch Drohnen losgeschickt werden können, werden die Kriege wahrscheinlich länger dauern. Gutes aufzubauen, hört nicht auf. Auch wenn alles da ist, muss es instandgehalten und repariert werden.
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