Islam – Religion oder Konfession

Islam und Christentum bekennen sich zu einem Gott. Monotheismus, der Eingottglaube kann eine andere monotheistische Religion nur anerkennen, wenn diese denselben Gott anbetet. Die Alternative ist nur vollständige Ablehnung. Lehnt der Islam das Christentum im Ganzen ab? Oder ist das Verhältnis Islam – Christentum ähnlich wie das zwischen Christen und Juden? Die Bibel der Christen…

Will Gott Gewalt?

Kann Gott Gewalt wollen? Die meisten Gläubigen sind überzeugt, dass Gott Gewalt nicht wollen kann. Aber nicht erst heute, sondern schon lange in der Geschichte wurde Religion mit Gewalt verknüpft. Die Frage spitzt sich zu, wenn eine Religion Gott als Erlöser der Menschen verkündet. Bahnt Gewalt der Erlösung den Weg? Es ist im Kern keine politische, sondern eine religiöse Frage. Deshalb kann die Religion die Gewaltthematik nicht an die Politik weitergeben.

Entzug des Göttlichen

Bei einer Podiumsdiskussion warf ein Atheist einem Theologen vor, die Katholiken würden neben ihrer theologischen Argumentation gerne genauso die Gegenposition vertreten. Sie würden die Perspektive eines Ungläubigen annehmen und das trotzdem als Glauben definieren. Und der Theologe antwortete, er würde lieber mit Atheisten diskutieren als mit Christen, die stur ihren Glauben verteidigen wollen. Diese „frommen“ Christen freuen sich darüber, dass manche Zeitdiagnostiker von einer Rückkehr der Religionen sprechen. Und der kritische Theologe befürchtet, dass die angebliche Rückkehr der Religionen nur ein neuer Rückschritt ist.

Hoffnung für den Islam?

Wie kann der Islam eine Zukunft in westlichen Gesellschaften haben: Indem er den Koran besser versteht. Er darf den Koran nicht mit der Gesellschaft seiner Entstehungszeit gleichsetzen. Vielmehr muss er, so wie die arabische Stammesgesellschaft vor 1400 Jahren, durch den Koran geformt wurde, sich heute auf die postmoderne Zivilisation einlassen. Dafür wäre der Islam intellektuell…

Gebet ist nicht Arbeit

Die Arbeit nimmt dem Gebet die Zeit. Gebetszeiten wie in den Abteien könnten von der Arbeit entlasten. Aber die Arbeitszeit dehnt sich auf Kosten der Gebetszeiten aus. Die Benediktiner haben den Ausgleich mit „Ora et Labora“, also Beten und Arbeiten, in ihrem Tagesablauf verankert. Das ist kein Privileg. Die Arbeit profitiert davon.

Gesuch des Judas um Rehabilitation

Judas gilt als derjenige, der Jesus ans Kreuz ausgeliefert hat. Muss man das so sehen? Das Gesuch des Judas ist aufgeschrieben von Thomas Holtbernd. Liebe Gläubigen und Ungläubigen, mein Name ist Judas Iskariot. Sie kennen meine Geschichte oder Sie meinen, meine Geschichte zu kennen. In die Geschichte bin ich als Verräter eingegangen, man sagt mir nach,…