„Ein Zigeuner am Rande des Universums“? – Der Mensch im Angesicht von Naturwissenschaft und Religion

Wenn die Religion auch um die Schwäche des Menschen weiß, so lässt sie dennoch keinen Zweifel an der unverletztlichen Würde und hohen Berufung des Menschen. Klar betont wird, dass der Mensch gewollt und geliebt ist. Hingegen wird von einigen naturwissenschaftlichen Autoren die These vertreten, aus der Erkenntnis der Naturwissenschaften werde der Glaube als Illusion enttarnt und es zeige sich, dass der Mensch nur „wie ein Zigeuner am Rande des Universums“ sei. Doch stehen sich Glaube und Naturwissenschaft wirklich unversöhnlich gegenüber?

Bleibt etwas von mir nach dem Tod?

Wenn man sich vorstellt, dass wir zu über 80% aus Wasser bestehen, wie kommt in das Wasser so etwas wie Mienenspiel? Irgendetwas in uns, was Empfindungen hat, bringt dies an die Oberfläche unseres Gesichtes. Mimik als Ausdruck des Gefühls Nur wenige Menschen können ihre Mimik so beherrschen, dass wir nicht direkt am Gesicht ablesen können,…

Für mein Auge komponiert

Die Schönheit der Blüten, das noch zarte Grün. Es gibt so viel zu schauen. So muss der Garten Eden gewesen sein. Das Wachstum verspricht Schatten im Sommer, Früchte im Herbst und dann die Ruhe des Winters.  Das Frühjahr erwartet, dass wir schauen. Das Leben ist zurückkommen, das spüren auch die Wühlmäuse und die Regenwürmer. Sie…

Karfreitag: Gott und unschuldiges Leid

Die Christen werden mit der Botschaft konfrontiert: „Weil du ein Sünder bist, musste der Sohn Gottes sterben.“ Der Gesandte, ja der Sohn Gottes musste wegen der Sünden der Menschen sterben, so die Predigt der Apostel. Das Dilemma spitzt sich für die Gläubigen noch mehr zu, weil Jesus wegen Gotteslästerung zum Tode verurteilt wurde. Anders als…

Theologie und Spiritualität des Betens

Der Glaubensschwund in der westlichen Welt infolge fortschreitender Säkularisierungsprozesse, die Unmöglichkeit vieler, in der Postmoderne zur Ruhe zu kommen sowie eine permanente Bilder- und Reizüberflutung — das alles sind Kennzeichen einer Entwicklung, die das Beten zusehends in Frage stellen und zu Recht von einer Krise des Betens in unserer Gesellschaft sprechen lassen. Gegen diese Dynamiken kann das Gebet akzentuiert werden und zum Grundakt christlicher Existenz zurückführen.

Säkulares Denken: Suche nach dem Ich

Der Beginn des 21. Jahrhunderts ist im Westen gekennzeichnet durch das Ende der großen Entwürfe. Traditionen, die bisher getragen haben, verblühten im vorherigen Jahrhundert. Auch Religion und Aufklärung spielen keine große Rolle mehr. Stattdessen orientiert man sich an sich selbst.

Silence – Romanvorlage von Shusaku Endo

Der Film Silence erzählt die Geschichte eines abtrünnigen Missionars in Japan. Vorlage ist der gleichnamige Roman von Shusaku Endo. Es geht aber nicht allein um die Christenverfolgung, die 1638 ihren Höhepunkt erreichte, sondern um die Möglichkeit beziehungsweise Unmöglichkeit der Inkulturation des christlichen Glaubens in die japanische Kultur, das eigentliche Thema von Shusako Endo Es ist…