Moskau – die Ludwigskirche

Foto: hinsehen.net

Foto: hinsehen.net

Der linke Seitenaltar erklärt den Namen der Kirche. Sie ist dem heiligen König der Franzosen, Ludwig IX. ,geweiht, der von 1226- 1270 in Frankreich regierte. Neben dem König sind die Statuen der zwei anderen Heiligen platziert, links Bernhard von Clairvaux und rechts Franz v. Sales, weil dieser Orden die Seelsorger stellte.

Man sieht über dem Eingang nicht die russische Fahne, die zwar auch die Farben Blau, Rot und Weiß kennt, jedoch mit Weiß oben beginnt. Es ist seit 1791 die Kirche der Franzosen, der heutige klassizistische Bau stammt aus dem Jahr 1835. Auch das säkulare Frankreich hielt während der kommunistischen Zeit die Hand über die Gemeinde, sodass es die einzige Kirche in Moskau war, in der katholische Gottesdienste gefeiert werden konnten.

Sonntags kommen die Franzosen zur Messe. Zu Fuß oder in großen Wagen die Botschafter, vor allem des frankophonen Afrikas.

Foto: hinsehen.net

Foto: hinsehen.net

Die englischsprachige Messe vorher ist von philippinischen Frauen geprägt, die mit einer Aufenthaltsgenehmigung von drei Jahren vor allem als Haus- und Kindermädchen arbeiten. Sie können ihr Visum verlängern. Manche kommen auch aus größerer Entfernung mit einer Fahrtzeit bis zu zwei Stunden in einer Richtung. Neuerdings wird der Gottesdienst nicht nur durch eine Sprecherin begleitet, sondern über einen großen Bildschirm auch mit der Projektion der Liedtexte und der gemeinsam gesprochenen Gebete. Damit es bei der Kommunion geordnet zugeht, sorgen junge Frauen in weißer Kleidung für die Ordnung der Schlangen vor dem Altar.

Die Kirche dient auch der russischen St. Peter und Paul Gemeinde als Gottesdienstraum, denn sie erhielten ihre Kirche bis heute nicht zurück.

In der Kirche wurde der Apostolische Administrator für das Europäische Russland 1991 eingeführt. Bis zum Bau einer Kathedrale blieb St. Ludwig die Bischofskirche. Die ehemalige Kathedrale wurde erst 1996 zurückgegeben, um dann renoviert zu werden. In Moskau gibt es noch eine dritte katholische Kirche.

Foto: hinsehen.net

Foto: hinsehen.net

Eckhard Bieger, Oktober 2016

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s