Arbeitsplatz Autobahn

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Im PKW ist die Autobahn ein Verbindungsstück zum Ziel. Man fährt, um anzukommen. Die Autofahrt ist eine Art Zwischendrin, entscheidend ist es anzukommen. Das gilt für den Lastwagen wie für den Busfahrer. Sie stehen oft noch mehr unter Zeitdruck als die Leute im PKW. Jedoch, wwenn sie angekommen sind, ist ihre Arbeit getan. Der Arbeitsplatz ist ein Sessel, das Lenkrad ragt in den Sitz. Wie auch bei anderen Maschinen müssen Instrumente beobachtet werden.

Was ist das für ein Arbeitsplatz: Man ist wie in einem Großraumbüro immer mit anderen zusammen, nur in gegenseitiger Abstimmung fließt der Verkehr. Mehr muss nicht kooperiert werden, es geht nur darum genügend Abstand zu halten. Wo man hinfährt, bei welchem Autohof oder Raststätte man eine Pause einlegt, ob man gleich oder erst hinter dem Berg überholt – es liegt alles im eigenen Entscheidungsbereich. Das Gerät, in das der Fahrer eingepackt ist, spürt er mehr wenn es ein Bildschirm mit der Tastatur wäre oder eine Maschine, die bedient werden will. Das Brummen des Dieselmotors und die vorbeirauschenden schnelleren Wagen erfüllen den Raum. Von dem erhöhten Sitz mit der großen Scheibe liegt die Landschaft sehr viel größer vor den Augen, der Blick geht weiter.

Foto: hinsehen.net

stau

Die Staus sind die Zeitfresser am Arbeitsplatz Autobahn. Obwohl von Menschen gemacht, erscheinen sie wie Naturphänomene. Sie entstehen wie Regenschauer. Beim Regen ist ein Zuviel an Wolken, bei Staus ein Zuviel an Autos. Auf einmal sind alle gefangen, wie wenn der Strom ausfällt geht es nicht mehr weiter. Inzwischen haben alle Beteiligten Geduld gelernt. Stau scheint Schicksal und nicht durch intelligente Verkehrslenkung zu vermeiden.

Es scheint auch, dass man in einem Bus Staus leichter erträgt als Verspätungen bei Lokomotiven oder Stellwerksproblemen der Bahn. Die Bahn müsste pünktlich sein. Wenn sie die angegebene Zeit einhält, dann nehmen die Bahnfahrer das wie selbstverständlich. Wenn der Flixbus pünktlich ankommt, dann ist das eine besondere Ansage wert. Fahrer und Reisende sind in gleicher Weise froh, hatte man den Stau ja einkalkuliert.

Eckhard Bieger

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