Edith Stein-Kapelle in Münster

Die Edith-Stein-Kapelle in Münster fällt zuerst durch ihre schräge Decke auf. Das Schrägdach, ihr Aufbau und die Ausstattung zeugen von der wechselvollen Geschichte der Kapelle des Franz-Hitze-Hauses, der Akademie des Bistums Münster.

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Foto: Christian Schnaubelt

(K)Eine Kapelle für das Franz-Hitze-Haus

Ursprünglich war an gleicher Stelle ein klassischer Gebetsraum der Vorkonzilszeit angelegt. Ein langer Raum mit zwei abgeschrägten Decken und einer Apsis an einer Wand, die den Altarraum bildete. Apsis und Altar mussten später einem Tagungsraum weichen, da das Gebäude zu klein geworden war. Als Ersatz sollte eine Kirche entstehen, doch blieb der Bau in der Planungsphase stecken. So wurde ein kleiner Raum zur Kapelle umgewidmet, was von allen Beteiligten aber als suboptimale Lösung empfunden wurde. Doch bestand das Provisorium über viele Jahre, bis es zu einem größeren Neubauprojekt kam. Die Akademie baute neue Tagungssäle an, sodass der alte Kapellenraum wieder frei wurde.

Durch die Liturgiereform und die künstlerischen Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte war der alte Raum aber nicht mehr zeitgemäß. So kam es zu größeren Umbauten. Der neue Altar wurde in die Mitte gestellt und Stühle ohne Kniebänke darum arrangiert.

Sitzbänke laden zur Besinnung ein

Drei Besonderheiten zeichnen die Kapelle in der heutigen Form aus. Zum einen der Tabernakel, der in das einzige durchgehende Fenster der linken Seite eingebaut ist. Zweitens der Stahlträger, der zusammen mit einem Querbalken das Kreuz in der Kapelle bildet. Schließlich die Sitzbänke an zwei Seiten der Kapelle. Gerade sie laden den Besucher zwischen zwei Vorträgen zu einer kurzen Besinnung ein.

Maximilian Röll

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