Alte Synagoge in Tycocin

Tykocin Synagoge 2Der kleine polnische Ort Tycocin, in der Nähe von Białystok in Ostpolen gelegen, ist ein kleines jüdisches Schtetl mit einer von außen unscheinbaren, im Innern aber überwältigend schönen Synagoge. Sie wurde 1642 errichtet und ist heute ein Museum für Jüdische Kultur.

Bis vor dem Zweiten Weltkrieg war Tycocin eines der wichtigsten Zentren des Judentums in Polen und gehörte in seiner Geschichte zeitweise zu Litauen, dem Königreich Sachsen – August der Starke gründete hier den ältesten und wichtigsten polnischen Orden, den „Orden vom Weißen Adler“ –, zu Preußen und zu Kongresspolen. 1939 Besetzung durch die Rote Armee, 1941 Einfall der deutschen Wehrmacht, durch deren Schreckensherrschaft fast die komplette jüdische Bevölkerung des Ortes vernichtet wurde. Heute ist Tycocin ein beliebter Ort für Touristen. Zu den häufigsten Besuchern gehören amerikanische Juden, die hier in der Synagoge beten, weil ihre Vorfahren aus dieser Gegend stammen. Ihre Betpulte stehen an der Wand, darauf liegen Thora und Gebetsschal. Besucher der Synagoge aus aller Welt lernen hier oft erstmals das Judentum und seine Religion kennen.

Helmut Zimmermann Text + Fotos

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